Aktuell

25.04.2019 11:15

Neue Erstkommunionkleider

Team für die Erstkommunionkleider v.l.n.r.: Anna Kretz; Irene von Rotz; Frieda Käslin; Anna Egger; Ruth Aufdermauer; Ruth Schindelholz

Es wird Mass genommen.

Grössenunterschiede

Im Atelier Schnittpunkt Stans werden die Kleider mit grosser Sorgfalt und Freude genäht.

Handarbeit für den letzten Schliff

Wenn am Weissen Sonntag unsere Erstkommunionkinder durchs Dorf in die Kirche ziehen ist das immer wieder ein schöner Anblick. 1989 trugen die Kinder in Kerns zum ersten Mal einheitliche Kommunionkleider. Der Vorteil liegt bis heute auf der Hand:  für die Eltern entfällt die Auswahl und der Kauf besonderer Kleidung. Gleichzeitig gibt es am Festtag selber für die Kinder kein Kleid, das vielleicht schöner, weisser oder vornehmer als das Eigene wäre. Besonders die Älteren unter uns erinnern sich vermutlich noch daran, wie schmerzlich und bleibend solche Erfahrungen sein können. Es ist auch gar nicht Zweck der Erstkommunionkleider, die Festlichkeit des Anlasses zu unterstreichen. Vielmehr sind die weissen Gewänder ein Hinweis auf das Taufkleid und erinnern uns daran, dass alle Erstkommunionkinder eine Gemeinschaft von Kindern Gottes sind. 

 

Die Kinder sind grösser geworden
Seit die Erstkommunion von der 2. in die 3. Klasse verschoben wurde, sind die Kinder dabei nicht nur ein Jahr älter, sondern auch „ein Jahr grösser“. Das hat zur Folge, dass wir mit den Grössen der Kleider an Grenzen stossen. Zudem haben die 30 Jahre bei den Kleidern Spuren hinterlassen. Beides zusammen hat zum Entscheid geführt, neue Erstkommuniongewänder für unsere Pfarrei anzuschaffen. Das Atelier Schnitt-Punkt in Stans schneidert und näht seit Wochen, so dass bereits an diesem Weissen Sonntag die erste Staffel neuer Gewänder im Einsatz sein wird. Bis zur Erstkommunion 2020 sind dann alle Kleider ersetzt. 

 

Dankeschön
Die Erstkommunionkleider können von den Eltern gegen eine kleine Mietgebühr fertig gebügelt im Pfarrhof anprobiert, abgeholt und nach dem Festtag einfach wieder zurückgebracht werden. Die grosse Arbeit von Waschen, Bügeln, Flicken, Aufbewahren, Anprobieren und Ausleihen der ca. 60 Gewänder leistet seit Jahren ein Team von ehrenamtlich tätigen Frauen. Ihnen allen gehört an dieser Stelle ein grosses und offizielles Dankeschön für Ihren Dienst. Wie so viele ehrenamtliche Tätigkeiten geschieht ihr unverzichtbares Wirken im Hintergrund. Sichtbar wird ihre Arbeit für viele von uns nur an einem grossen Tag im Jahr: dem Weissen Sonntag, dann wenn unsere Erstkommunionkinder in strahlend weissen Gewändern durchs Dorf in die Kirche ziehen.

Marianne Waltert